Das Rauchverbot in irischen Kneipen ist ein Erfolg für die Gesundheit: Mediziner haben vor dem Verbot und ein Jahr danach die Luft in Pubs analysiert und Angestellte untersucht - mit beeindruckenden Ergebnissen. In Deutschland ist die Zahl der Verbotsbefürworter unterdessen stark gestiegen.
Heidelberg - Im März 2004 geschah in Irland etwas, das lange Jahre vollkommen undenkbar schien: In den Pubs, für die die Insel zu Recht berühmt ist, war Tabak ab sofort tabu. Ausgerechnet Irland war der erste europäische Staat mit vollständig rauchfreier Gastronomie. Was von den Iren zunächst skeptisch beäugt wurde, hat nach Meinung von Medizinern äußerst segensreiche Folgen für die Gesundheit des Pub-Personals.
Ein Forscherteam um Patrick Goodman vom Dublin Institute of Technology hatte in den sieben Monaten vor dem Rauchverbot die Schadstoffbelastung in der Kneipenluft und den Gesundheitszustand der Mitarbeiter untersucht. Diese Daten verglichen die Wissenschaftler mit denen einer weiteren Untersuchung genau ein Jahr später.Die Ergebnisse überraschten selbst die Experten: In den 42 beobachteten Pubs in Dublin war die Feinstaub-Konzentration in der Luft ein Jahr nach dem Verbot um 83 Prozent gesunken. Die Forscher hatten auch in 26 Pubs die Konzentration des krebserregenden Benzols gemessen. Hier verzeichneten sie ein Jahr nach Inkrafttreten des Zigaretten-Banns einen Rückgang um etwa 80 Prozent.
Noch erfreulicher war der Gesundheitszustand der Angestellten, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine". 81 Barkeeper hatten sich vor dem Rauchverbot einem Lungenfunktionstest unterzogen, ihren Speichel auf das Nikotin-Abbauprodukt Cotinin untersuchen und die Menge des ausgeatmeten Kohlenmonoxids messen lassen.
Kontrollmessung brachte beeindruckende Ergebnisse
Ein Jahr später wiederholten die Forscher die Prozedur. Das Ergebnis: Die Menge des ausgeatmeten Kohlenmonoxids war im Schnitt um 79 Prozent gesunken. Die Cotinin-Konzentration, die als zuverlässiges Maß für Tabakkonsum gilt, war um 81 Prozent zurückgegangen. Die Lungenfunktionstests hätten "statistisch bedeutende Verbesserungen" gezeigt, schreiben Goodman und seine Kollegen.
"Die Krebsgefahr in den irischen Kneipen konnte erheblich vermindert werden", kommentierte das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) die Studie. Ein Rauchverbot müsse es auch in allen deutschen Bundesländern geben, forderten die Krebsforscher mit Blick auf die Konferenz der Ministerpräsidenten am kommenden Donnerstag. Auf ihrem Treffen in Berlin wollen die Länderregierungschefs endgültig über ein Rauchverbot in der deutschen Gastronomie entscheiden.
Umfrage: Zwei von drei Deutschen für Rauchverbot
"Gastronomiearbeiter dürfen keine Arbeitnehmer zweiter Klasse bleiben, die an ihren Arbeitsplätzen eine hochgradig vergiftete Luft einatmen müssen", sagte der DKFZ-Vorstandsvorsitzende Otmar Wiestler. Eine neue Umfrage im Auftrag des DKFZ belege zudem, dass immer mehr Deutsche für rauchfreie Gaststätten seien. So hätten sich im Februar 67 Prozent von 2000 Befragten für Gaststätten ohne blauen Dunst ausgesprochen. Die Zustimmung sei damit innerhalb eines Jahres um volle 14 Prozentpunkte gestiegen.
Dänemark ist in dieser Hinsicht schon weiter. Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen kündigte am heutigen Dienstag an, dass ab August das Rauchen in Restaurants, Kneipen, öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen verboten sei. Auch in Büros, Erziehungseinrichtungen, im öffentlichen Nahverkehr und in Kantinen dürfe dann nicht mehr geraucht werden, sagte der Regierungschef.
Dänemark folgt damit europäischen Ländern wie Italien, Schweden, Norwegen oder eben Irland, in denen ähnliche Verbote bereits gelten. In Wales tritt am 2. April ein Rauchverbot in Kraft. Ursprünglich sollte auch in Dänemark ab April mit dem Rauchen Schluss sein. Das Verbot wurde dann aber auf den 15. August verschoben, um den Einrichtungen die Gelegenheit zu geben, Ausweichplätze für Raucher einzurichten.
Ärzte testen
Mischung aus Koffein und
Alkohol
bei Schlaganfallpatienten
| Einer Kombination aus Koffein und Alkohol scheint eine Karriere als Schlaganfall-Mittel bevorzustehen. Bei ersten klinischen Versuchen wurde eine intravenös verabreichte Mischung der beiden Wirkstoffe von den Patienten gut toleriert, berichten US-Wissenschaftler im Magazin "Stroke". |
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Der Mediziner James Grotta von der Universität Texas in Houston spritze zusammen mit Kollegen insgesamt 23 Patienten die Coffeinol genannte Wirkstofflösung. Versuche an Tieren hatten zuvor ergeben, dass Coffeinol Schlaganfallschäden im Gehirn offenbar wirkungsvoll reduziert. Sinn der ersten Versuche am Menschen war nun, die Sicherheit des Wirkstoffs zu testen.
Ein Patient mit einem schwachen Kreislauf hatte während der Behandlung Herzprobleme, berichtet Grotta. Aber ansonsten haben die Versuche nur wenig Nebenwirkungen des Mittels offenbart. Als nächstes plant der Arzt daher breit angelegte Vergleichsstudien, in denen der therapeutische Effekt von Coffeinolgaben unter die Lupe genommen werden soll.
Warum Alkohol und Koffein das Gehirn bei einem Schlaganfall schützen, ist bisher nicht bekannt. Weder Alkohol noch Koffein können, wenn sie als alleiniger Wirkstoff verabreicht werden, den Verlauf eines Infarkts günstig beeinflussen. Die Mischung der beiden Substanzen verlangsamt jedoch in den ersten Stunden nach einem Hirnschlag die Ausdehnung des Schadensbereichs.
Eine ähnliche Wirkung hat auch die gezielte Unterkühlung des Gehirn nach einem Infarkt, berichtet Grotta. Er und seine Kollegen wollen daher in klinischen Versuchen Coffeinol auch in Verbindung mit einer Absenkung der Körpertemperatur untersuchen. Sie hoffen, dass sich die beiden Behandlungen in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek
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Guinness good for you - official
The long-running ad
campaign is well-known
The old advertising slogan "Guinness is Good for
You"
may be true after all, according to researchers.
A pint of the black
stuff a day may work as well as
an
aspirin to prevent heart clots that raise the risk of heart attacks.
Drinking
lager does not yield the same benefits, experts from Wisconsin
University
told a conference in the US.
Guinness were told to stop using the slogan decades ago
- and the firm still makes no health claims for the drink.
The Wisconsin team tested the health-giving properties
of stout against lager by giving it to dogs who had narrowed arteries
similar
to those in heart disease. They found that those given the Guinness had
reduced clotting activity in their blood, but not those given lager.
Heart trigger
Clotting is important for patients who are at risk of a heart attack because they have hardened arteries.A heart attack is triggered when a clot lodges in one of these arteries supplying the heart. Many patients are prescribed low-dose aspirin as this cuts the ability of the blood to form these dangerous clots.The researchers told a meeting of the American Heart Association in Orlando, Florida, that the most benefit they saw was from 24 fluid ounces of Guinness - just over a pint - taken at mealtimes. We already know that most of the clotting effects are due to the alcohol itself, rather than any other ingredients Spokesman, Brewing Research International.They believe that "antioxidant compounds" in the Guinness, similar to those found in certain fruits and vegetables, are responsible for the health benefits because they slow down the deposit of harmful cholesterol on the artery walls. However, Diageo, the company that now manufactures Guinness, said: "We never make any medical claims for our drinks." The company now runs advertisements that call for "responsible drinking". A spokesman for Brewing Research International, which conducts research for the industry, said she would be "wary" of placing the health benefits of any alcohol brand above another. She said: "We already know that most of the clotting effects are due to the alcohol itself, rather than any other ingredients. "It is possible that there is an extra effect due to the antioxidants in Guinness - but I would like to see this research repeated." She said that reviving the old adverts for Guinness might be problematic - at least in the EU. Draft legislation could outlaw any health claims in adverts for alcohol in Europe, she said.
Feelgood factor
The original campaign in
the 1920s stemmed from
market
research - when people told the company that they felt good after their
pint, the slogan was born. In England, post-operative patients used to
be given Guinness, as were blood donors, because of its high iron
content.
This practice continues in Ireland. Pregnant women and nursing mothers
were at one stage advised to drink Guinness - the present advice is
against
this. The UK is still the largest market in the world for Guinness,
although
the drink does not feature in the UK's top ten beer brands according to
the latest research.